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TU Berlin

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Denkmalpflege im internationalen Vergleich - Kulturerbe und Krieg

Veranstaltungsgrunddaten:

Dozentin: MA Frauke Michler

Seminar, 2 SWS (3 LP)

Master - Schwerpunkt IV
Modul Optionale Vertiefungen

Termin: Montags, 12:00-14:00 Uhr
Raum: EB 223
Veranstaltungsbeginn: 24.04.2017 bis zum 17.07.2017


Beschreibung:

Kulturerbe und Krieg. Internationale Kulturpolitik im Angesicht von Zerstörung und Verlust

Mit der vorsätzlichen Verwüstung von antiken Stätten wie Palmyra, Mossul oder Nimrud durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" und den verhängnisvollen Zerstörungen in Aleppo oder Damaskus im Zuge des Bürgerkriegs in Syrien ist das Thema von Kulturerbe im Krieg schlagartig wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. Auf internationaler Ebene diskutieren Wissenschaft und Politik über Maßnahmen gegen die Kriegszerstörungen, internationale Organisationen wie die UNESCO und der Internationale Denkmalrat ICOMOS reagieren mit spezifischen Programmen zur Schutz von bedrohtem Kulturerbe in Kriegsgebieten. Längst geht es dabei schon um Fragen des "danach" und einen möglichen Wiederaufbau zerstörter Stätten und Städte.

Bereits seit der Haager Landkriegsordnung von 1899 existieren internationale Vereinbarungen zum Schutz von historischen Denkmalen im Krieg. Nach den unermesslichen Zerstörungen des Ersten und vor allem Zweiten Weltkriegs bemühten sich internationale Organisationen wie die UNESCO, ICOMOS und der Europarat um umfassende, international ratifizierte Konventionen zum Schutz von Kulturerbe im Krieg und gegen illegalen Handel mit Kulturgütern. Jüngst rief die UNESCO als Reaktion auf die Zerstörungen im Nahem Osten die Kampagne "Unite4Heritage" aus, die als "globale Bewegung" zum Schutz bedrohter Kulturerbestätten wirken soll.

Doch welche Rolle spielt überhaupt kulturelles Erbe ‒ bzw. gerade dessen Zerstörung ‒ in Kriegssituationen, wie wird es und von wem wird es instrumentalisiert? Mit welchen Strategien können unterschiedliche Akteure ‒ auf lokaler, nationaler, internationale Ebene ‒ möglicherweise den Kriegszerstörungen entgegentreten? Und welche Herausforderungen stellen sich schließlich für Stadtplanung und Denkmalpflege im Umgang mit bedrohtem oder zerstörtem Kulturerbe?

Das Seminar beschäftigt sich anhand von aktuellen und historischen Beispielen aus verschiedenen Ländern mit der komplexen Problematik von Kulturerbe im Krieg. Die TeilnehmerInnen sollen dabei zum einen Strukturen und Instrumente des Kulturerbeschutzes auf internationaler Ebene kennenlernen, zum anderen die spezifischen Herausforderungen für Denkmalpflege und Stadtplanung in bedrohten oder zerstörten Stätten analysieren. Schließlich soll es auch darum gehen, welche Wirkung von dem für 2018 von der Europäischen Union ausgerufenen "European Cultural Heritage Year" mit dem Motto "Sharing Heritage" auf die internationale Denkmalpolitik ausgehen kann.

Voraussetzung für den Erwerb eines benoteten Scheins ist die regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar sowie das Halten eines Referats mit schriftlicher Ausarbeitung. Die Vorbesprechung findet am Montag, den 24. April, um 12 Uhr c.t. in Raum EB 223 statt.

 

 

 

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