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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Ville et visions

Stadterweiterungen am Beispiel Straßburgs

Veranstaltungsgrunddaten:

Dozentin: MA Frauke Michler

Projekt, 8 SWS (12 LP/ECTS)

Modul: M 1/2, Masterprojekt

Termin: Donnerstags, 14:00 - 18:00 Uhr
Raum: B 117
Veranstaltungsbeginn: 15.10.2015 bis 11.02.2016


Beschreibung:

Von der als UNESCO-Welterbe eingetragenen Altstadtinsel bis an den Rhein erstreckt sich heute die „Eurométropole“ Straßburg, Hauptstadt der Region Elsass, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Oberrheins, Sitz zahlreicher europäischer Institutionen und selbsternannte „Capitale de Noël“.

In der jahrhundertelang umkämpften Grenzstadt zeugen Stadtplanung und Architektur bis heute augenfällig von den wechselnden kulturellen und politischen Einflüssen aus Frankreich, Deutschland und dem gesamten Oberrheingebiet. Wie in kaum einer anderen Stadt in Europa überlagern, verdichten und verknüpfen sich in Straßburg urbane Strukturen verschiedenster Zeitschichten, von der Freien Reichsstadt des Mittelalters über die französische Barockzeit bis hin zur wilhelminischen Neustadt und den Großwohnsiedlungen der Nachkriegszeit.

Mit der Ansiedlung zahlreicher europäischer Institutionen ist in Straßburg zudem ein international geprägtes Stadtviertel um den Europarat, das Europaparlament und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte entstanden. Derzeit wächst im Zuge des gigantischen städtebaulichen Projekts der „Deux Rives“ ein neues Stadtviertel im Bereich des früheren Handelshafens, das langfristig eine Verbindung Straßburgs mit dem gegenüberliegenden, deutschen Ufer des Rheins schaffen soll.

Mit seinem mehrere Jahrhunderte umfassenden, von Kriegsschäden vergleichsweise verschonten Baubestand bietet Straßburg einen idealen Untersuchungsraum, um typische Elemente von Stadtentwicklungen und -planungen verschiedener historischer Epochen zu erfassen und deren Überformung und Vernetzung zu analysieren. Ziel des Projektes ist es, aufeinanderfolgende Stadterweiterungen und deren jeweilige Verknüpfungen mit bestehenden urbanen Strukturen zu untersuchen und unter dem Aspekt der städtebaulichen Denkmalpflege Lösungsansätze für Erhalt und Umgang mit historischen städtebaulichen Strukturen zu entwickeln.

Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem elsässischen Amt für Denkmalpflege statt, das derzeit einen Antrag auf Erweiterung des UNESCO-Welterbes um die wilhelminische „Neustadt“ ausarbeitet. Vernetzt werden sollen die Ergebnisse des Projektes darüber hinaus mit dem derzeit am Institut für Stadt- und Regionalplanung durchgeführten DFG-Projekt zum Berliner „Hobrecht-Plan“.

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