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TU Berlin

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Innere und äußere Topographien

Zum sozialen Wirkungsraum der Sammlungen außereuropäischer Kunst in Berliner Museen

Veranstaltungsgrunddaten:

Dozent: Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper

Bachelorprojekt, 8 SWS (12 PL/ECTS)

Beschreibung:

Die Berliner Museen sind voller Gegenstände, die von anderswo, teils von weither, in die Stadt gebracht wurden. Darunter sind sehr berühmte Stücke, wie die Nofretete aus Ägypten oder der Pergamon-Altar aus Kleinasien, die ein Weltpublikum anziehen, aber auch viele weniger berühmte, aus Asien, Afrika, Nord-, Mittel- und Süd-Amerika die vorzugsweise in den Museumsgebäuden in Dahlem untergebracht sind. Die Sammlungen sind dort sorgfältig verwahrt und in Schauräumen angeordnet – aber wer sieht sie, wer versteht sie, wer besucht sie, für wen sind sie wichtig und für wen könnten sie wichtig werden? Wessen Kulturerbe sind sie?

In der ersten Phase des Studienprojekts soll es darum gehen, die Sammlungen zu erkunden, die Herkunftsorte der Objekte und damit die äußere Topographie der Sammlungen zu konstruieren. Auch die Anordnung der einzelnen Stücke in den Schauräumen und im Depot, die innere Topographie der Museen, soll berücksichtigt werden, denn sie sagt vieles über Objekthierarchien und Deutungen. In der zweiten Phase soll es darum gehen, für ausgewählte Sammlungsstücke in der Stadt ein Publikum/mehrere Publika zu finden. Dabei können die Herkunftsländer der Objekte zur Orientierung dienen, indem Berliner/innen identifiziert werden, die aus denselben Ländern in die Stadt gekommen sind, aber es können auch ganz andere räumliche und soziale Bezugsgrößen gewählt werden.

Wie genau kann das Publikum zu den Werken oder können die Werke zum Publikum gebracht werden? Welches Kommunikationsdesign ist in welchem Falle erfolgversprechend?

Der Präsident der Stiftung preußischer Kulturbesitz hat zugesagt, für die Teilnehmer/innen des Projektes freien Eintritt zu den Museen zu gewähren. Die Projektergebnisse sollen in die Debatte um das Humboldtforum im neunen Stadtschloss, in dem bekanntlich die außereuropäischen Sammlungen ausgestellt werden sollen, eingebracht werden.

Eine Exkursion nach London ist vorgesehen.

 

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