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TU Berlin

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Berliner Ge(h)denkorte. Eine phänomenologische Raumuntersuchung

Veranstaltungsgrunddaten:

Dozentin: Dipl.-Ing. Kirsten Krepelin

Masterprojekt, 8 SWS (12 LP/ECTS)

Modul: M1/2

Veranstaltungszeitraum: Wintersemester 2020/2021

 

In Diskussionen zur Erinnerungskultur tauchte in den letzten Jahren immer wieder die oft als Aufforderung oder Frage formulierte Formel „Geh denken“ auf. Das wollten wir im Projekt wörtlich nehmen und uns ausgehend vom Begriff „Ge(h)denkorte“ mit einer Analyse von Berliner Gedenkstätten beschäftigen. Davon ausgehend, dass sowohl das Gehen, wie auch das (Ge-)Denken und der Ort einen synergetischen Einfluss auf das „Gedenken“ hat, haben sich die Studierenden also auf die Suche nach dem Zusammenhang zwischen diesen drei Aspekten begeben. Methodisch wurden dazu nicht Besucher*innen befragt oder beobachtet, sondern die räumliche Situation der Gedenkorte analysiert.

Ziel des Projektes war es, die Bedingungen des Gehens und des Verweilens aufzuzeigen – und damit auch die Bedingungen des Denkens und der Wahrnehmung des Ortes.

Es ging uns um die Beziehung von Zeitzeugnissen und der raumkünstlerischen Gestaltung der Gedenkstätten. Welche Zeugnisse eines historischen Geschehens gibt es? Und wie werden diese dargestellt? Welche Rolle spielen Veränderungen (wie Verdeckungen und Ergänzungen) und das Aufzeigen am gestalteten Gedenkort. Und welche Art und Weise des Gehens, der Raumerfahrung, des Gedenkens ist damit verbunden? Welche Wirkungen erzielen diese? Kann man dies überhaupt daraus ableiten? Ausgehend von der Betrachtung mehrerer Gedenkorte in und um Berlin stellten wir uns dann auch die Frage: Führen die erhaltenen baulichen Zeugnisse eines Gedenkortes zu einem bestimmten Kompositionsprinzip? Oder gibt es gesellschaftlich verankerte Kompositionsprinzipien, denen man an Gedenkorten immer wieder begegnet? Die also gewissermaßen Signale des Gedenkens sind und die auf diese Orte planerisch projiziert werden? Im Zweifelsfall auch gegen die überkommenen Zeugnisse?

Wir haben uns sowohl dem geschichtlichen Hintergrund, der Struktur, den Elementen und der Funktion von Gedenkstätten in und um Berlin und der Bedeutung des Weges gewidmet. Ziel des Projektes war auch ein besseres Verständnis der räumlichen Kompositionsprinzipien und ihrer Bedeutung für das Erleben der Besucher*innen.

Ein Ergebnis des Projekts ist eine Podcastreihe, welche unter folgendem Link abgerufen werden kann: https://tubcloud.tu-berlin.de/s/Hx5JsDZ3STLJgfK

Der entstandene Projektbericht kann auf Anfrage in der Fachgebietsbibliothek eingesehen werden.

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