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TU Berlin

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Alte Strukturen und neue Ideen. Wie mit der historischen Mitte Berlins umgehen?

Projekt im Bachelor SRP:

Dozentin: M.A., M.Sc. Stephanie Herold

Termin: Dienstags, 9:30 - 13:30 Uhr
Raum: B 117
Veranstaltungsbeginn: 13.04.2010


Beschreibung:
 

Am 10.07.2009 stellten die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher ihre Vorstellungen zur Weiterentwicklung der so genannten „Historischen Mitte Berlins“ vor. Diese Bezeichnung umschreibt im Allgemeinen die Freifläche zwischen Spree und Alexanderplatz, also das Marx und Engels-Forum und das Areal um die Marienkirche und vor dem Roten Rathaus (von der Senatsbaudirektorin daher auch als „Rathausforum“ betitelt). Dabei wurde von Seiten des Senats betont, dass man zwar eine Aufwertung des Areals vornehmen, es aber als innerstädtische Freifläche beibehalten möchte. Gleichzeitig wurde die Veranstaltung als Anstoß einer Diskussion angesehen, die sich in den nächsten Jahren intensiv mit dem weiteren Umgang mit diesem geschichtlich und emotional stark aufgeladenen Gebiet beschäftigen soll. Mit der eigentlichen Umgestaltung kann erst nach der Fertigstellung der neuen U-Bahn (voraussichtlich 2017) begonnen werden. Eine städtebauliche Diskussion scheint nach wie vor nötig zu sein und ist im Grunde schon seit Jahren im Gange.

Bei der verbliebenen Freifläche handelt es sich um das letzte Überbleibsel der als Staatsmitte der DDR geplanten Berliner Innenstadt, dessen zentraler Ort ursprünglich der Palast der Republik und die den Marx und Engels Platz umgebenden Gebäude bildeten. Aber nicht nur für die jüngste Geschichte Berlins und Deutschlands spielte dieser Ort eine zentrale Rolle. Hier befand sich neben dem Berliner Stadtschloss auch die historische Keimzelle der Stadt Berlin. Wie also mit dieser vielschichtigen Geschichte umgehen?

Hier gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Während der Senatsverwaltung „urbane Räume“ und die „Aufwertung der DDR-Moderne“ vorschweben, meldete sich auch der ehemalige Senatsbaudirektor und Planwerk Innenstadt Urheben Hans Stimmann zu Wort und visualisiert in seinem jüngst erschienen Buch „Berliner Altstadt: Von der DDR-Staatsmitte zur Stadtmitte“ erneut Bebauungspläne für das Areal, die sich an der historischen, kleinteiligen Bebauungsstruktur orientieren. Unterstützt wird er dabei nicht nur beispielsweise durch den Kulturstaatssekretär André Schmitz und den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, sondern auch Fachleute wie der ehemalige Landeskonservator Berlins Helmut Engel, sehen Vorteile in einer „Rekonstruktion“ des historischen Stadtraums. Die Wahrscheinlichkeit, dass die gewünschte kontroverse Diskussion stattfinden wird, ist also verhältnismäßig hoch.

Die Grundlage für eine fruchtbare und sinnvolle Diskussion ist aber nicht nur eine breite Beteiligung, sondern auch eine fundierte Auseinandersetzung sowohl mit dem Ort, als auch mit den Motivationen, die hinter den verschiedenen Argumentationen der Akteure stehen. Diese Auseinandersetzung soll während der Projektarbeit stattfinden. Auf der so erarbeiteten Grundlagen können dann im weiteren Verlauf eigene Vorschläge für einen möglichen weiteren Umgang mit der Mitte Berlin erarbeitet werden, die somit wiederum ein Teil der öffentlichen Diskussion werden können.      

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