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TU Berlin

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Jean Krämer - ein Architekt der Moderne in Berlin

Geplant ist eine monographisch angelegte Arbeit, die das bislang nahezu unbearbeitete Schaffen Jean Krämers (1886-1943) umfassend betrachtet, der vor allem als Architekt von Industrie- und Verkehrsbauten, aber auch von Wohnsiedlungen, Villen und Schulgebäuden hervorgetreten ist. In den 20er Jahren war er maßgeblich als Architekt für die Berliner Straßenbahn-Betriebsgesellschaft und teilweise auch für die AEG tätig. So plante er beispielsweise zahlreiche Umbauten ehemaliger Pferdebahnbetriebshöfe und den Neubau von Werkstattkomplexen für die Straßenbahnen. Von 1920 bis 1922 erweiterte und modifizierte Jean Krämer die von Peter Behrens für die AEG entworfene Siedlung in Hennigsdorf. Ein Vergleich mit Bauten von Peter Behrens, dessen Büro in Neubabelsberg Krämer seit 1911 leitete, bietet sich daher an. Seine großzügigen Straßenbahndepots mit Beamtenwohnhäusern, Werkstätten, Läden, Kassenhallen in Berlin-Charlottenburg und im Berliner Wedding sind bis heute Stadtbild prägende Komplexe, auch wenn sie inzwischen anderweitig genutzt werden. 
Krämers architektonisches Werk, das, soweit derzeit erkennbar, mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten einen Einbruch erlitt, wird gemeinhin dem Expressionismus zugeordnet. Ihn anhand einer sorgfältigen architekturhistorischen Analyse seiner Bauten und Visionen konkret zu verorten und mit potenziellen Vorbildern und anderen Architekten seiner Zeit zu vergleichen, wird ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sein.  

Karen Grunow

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