direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Pleasantville mit Jägerzaun

Die Freiraumstrukturen in der ‚Dreipfuhl Housing Area’ in Berlin-Zehlendorf

„Pleasantville – Zu schön um wahr zu sein“, so lautet ein Film von 1998, der dem Betrachter einen Einblick in das Leben und die Strukturen einer typischen Vorortsiedlung im Amerika der 1950er Jahre gibt. Genau dorthin versetzt fühlt man sich, wenn man in Berlin-Zehlendorf in die Dreipfuhlsiedlung, im amerikanischen Sprachgebrauch als ‚Dreipfuhl Housing Area’ bezeichnet, gelangt. Doch wie kam dieses Klein-Amerika mitten nach Berlin?

Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die Alliierten Berlin in vier Besatzungszonen auf, Zehlendorf gehörte zum amerikanischen Sektor. Die Dreipfuhl-Wohnsiedlung für US-Offiziere höherer Dienstgrade im Ortsteil Dahlem entstand 1956 und sollte den Bewohnern durch Architektur und Straßenanlage „Heimatgefühl“ vermitteln. Insgesamt erstrecken sich 42 komfortable Einfamilienhäuser über sieben Hektar und drei Straßenzüge hufeisenförmig um den Mittelpunkt des Siedlungsareals herum, den der in den 1930er Jahren von Max Dietrich angelegte Dreipfuhlpark bildet. Den Reiz des Areals machen zum einen die Einheitlichkeit der Bau- und Freiraumstrukturen, die Offenheit zwischen privaten und öffentlichen Bereichen, die Durchlässigkeit zwischen Parkanlage und Bebauung aus – sowie der „Kompromiss“, typisch deutsche Elemente wie die Solnhofener Bodenplatten oder den Jägerzaun mit in die Gestaltung einzubeziehen. 1990 wurde die Dreipfuhlsiedlung als Zeugnis der amerikanischen Präsenz und Lebenskultur als Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt. Im Jahr 2007 wurde ein denkmalpflegerisches Gutachten erstellt, das als Ratgeber und Leitfaden für den Umgang mit Gebäuden und Außenanlagen dienen soll. Dieses setzt sich jedoch nur wenig mit den Freiraumstrukturen auseinander.

Der Schwerpunkt der Diplomarbeit wird deshalb in der Erarbeitung eines gartendenkmalpflegerischen Konzeptes für die Freiraumstrukturen in der ‚Dreipfuhl Housing Area’ liegen. Dafür soll geklärt werden, welche gestalterischen Qualitäten vorliegen und wie diese erhalten werden können. Welche Materialien und welche Pflanzen sind eingesetzt worden? Wie wurde die Verbindung zwischen der bestehenden Parkanlage und Siedlung gestaltet? Und mit welchen Konzepten und Maßnahmen lassen sich die besonderen Qualitäten der Siedlung erhalten?

Bearbeiter: Sven-Patrick Klameth

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe