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TU Berlin

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Kriegs-End-Moränen Zum Denkmalwert der Trümmerberge in Berlin

Mai 1945, Berlin liegt in Trümmern. 75 Millionen Kubikmeter ehemaliger, nun zerstörter Bauwerke, etwa ein Siebentel aller Trümmermassen Deutschlands, lagern in der Stadt. „Wohin damit?“ ist eine entscheidende Frage. Vieles wird für den Wiederaufbau eingeplant, aber fast ein Viertel ist nicht verwertbar. Ein Planungskollektiv mit Reinhold Lingner als Vertreter der Grünplanung erarbeitet ein Konzept zur Unterbringung dieses Trümmerschutts in ganz Berlin. Ein Großteil wurde zu Trümmerbergen aufgeschüttet, die heute zur natürlichen Topographie der Stadt zu gehören scheinen. Was wissen wir heute überhaupt noch über die Trümmer, die sich unten den vielen Bergen und Anhöhen befinden? Wie sind sie dorthin gekommen, was wurde unternommen, damit daraus Grün- bzw. Erholungsflächen wurden? Und besitzen sie als Symbole einer Zeit des Vergessens und des Neuanfangs einen denkmalpflegerischen Wert?
Die Diplomarbeit beschäftigt sich zum einen mit den Freiraumkonzepten, die zur Anlegung der Trümmerberge führten und der Frage, in wie weit diese Planungen umgesetzt wurden, heute noch sichtbar sind und welche grünplanerische Bedeutung ihnen beigemessen wird. Zum anderen soll beurteilt werden, in wie weit die Geschichte, die dahinter steckt, dazu beiträgt, dass man von einer denkmalwürdigen Anlage sprechen kann. Als aufgeschüttete Reste ehemals bestehender Gebäude, die nun zu Landschaftselementen geworden sind, sind die Trümmerberge „Erinnerungstopographien“ im eigentlichen Wortsinne. Ist die Historie überhaupt noch bekannt? Fordern die Berge die Passanten zu gedanklichen Rückblenden auf? Und wie könnte oder sollte man damit umgehen bzw. solche Erinnerung fördern?

Bearbeiterin: Ulrike Forßbohm

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