TU Berlin

Fachgebiet DenkmalpflegeDie Pionierrepublik Wilhelm Pieck am Werbellinsee

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Die Pionierrepublik Wilhelm Pieck am Werbellinsee

Geschichte und gartendenkmalpflegerisches Entwicklungskonzept

1950 fasste der Ministerrat der DDR den Entschluss, ein Lager für Pioniere nach dem Vorbild des sowjetischen Allunionslagers Artek zu errichten. Als Standort wurde ein 170 Hektar großes Waldgelände am Ufer des Werbellinsees 50 Kilometer nördlich von Berlin gewählt. Die Projektierung übernahm ein Kollektiv, das von Professor Paulick geleitet wurde und dem unter anderem W. Tausch und Reinhold Lingner angehörten, welche die ausführenden Architekten der Gebäude bzw. der Freianlagen waren. Von den ursprünglich geplanten fünf Teillagern wurde zwei für jeweils 500 Pioniere in den Jahren von 1951 bis 1955 umgesetzt. Hinzu kamen verschiedene Einrichtungen wie Schulen, eine Bibliothek, ein Stadion, ein Freilufttheater und unterschiedliche Spielplätze. Die Pionierrepublik wurde seit ihrer Gründung bis zum Ende der DDR drei Mal im Jahr neu mit Pionieren aus der gesamten DDR belegt. In den Sommermonaten wurden zusätzlich internationale Ferienlager veranstaltet. Nach der Wende 1990 ging die Pionierrepublik in den Besitz des Landes Brandenburg über. Seit 2004 befindet sie sich in privatem Besitz und wird als europäische Jugendbegegnungs- und Erholungsstätte genutzt.
Die Diplomarbeit soll die Entstehung und Entwicklung dieser Freizeitanlage aufzeigen und ein gartendenkmalpflegerisches Konzept für den künftigen Umgang mit den Außenanlagen der ehemaligen Pionierrepublik entwickeln. Um die Baugeschichte der Anlage einordnen zu können, sollen sowohl Vorbilder als auch die zeitgenössischen Strömungen der Architektur und Landschaftsarchitektur in der DDR betrachtet werden. Wie ist das Konzept und wie die Ausführung von Reinhold Lingner zu bewerten? Welche Strukturen und Elemente der ursprünglichen Anlagen sind heute noch erkennbar?Kommt ihnen ein Denkmalwert zu? Die aktuelle Nutzung scheint für einen denkmalgerechten Umgang günstig zu sein – trifft diese Vermutung zu und welche Maßnahmen können zur Erhaltung der besonderen Qualitäten dieses Geschichtszeugnisses empfohlen werden?

Bearbeiterin: Diana Engel

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