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TU Berlin

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Der Volkspark Hasenheide in Berlin-Neukölln – ein Gartendenkmal?

Der ca. 50 ha große Volkspark Hasenheide liegt am nördlichen Rand von Berlin  Neukölln an der Grenze zu Kreuzberg. Die Parkanlage ist die größte Grünfläche des einwohnerreichen Bezirks und dementsprechend einem hohen Nutzungsdruck ausgesetzt. Die teilweise an Übernutzung grenzende Inanspruchnahme als innerstädtischer Park macht leicht vergessen, dass es sich bei der Hasenheide auch um eine historische Grünfläche Berlins handelt, die im Laufe ihrer Entwicklung verschiedene Gestaltungen erlebt hat.
In der seit 1678 als Hasengehege genutzten Hasenheide wurden im 18. Jahrhundert mehrere Gasthäuser eröffnet, so dass sich die Gegend um 1800 zum beliebten Ausflugsziel der Berliner entwickelte. Weitere punktuelle Nutzungen waren die Einrichtung von Schießständen und die Anlage des berühmten Turnplatzes von Friedrich Ludwig Jahn zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 1838 kam es zu Planungen bzw. Umgestaltungen des Geländes durch Peter Joseph Lenné, über die allerdings wenig bekannt ist. Eine nächste Gestaltungsphase erlebte die Hasenheide 1921-25, als im Rahmen eines Notstandsprogramms auch in diesem Gebiet ein Volkspark eingerichtet wurde. Schon in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre kam es zu Umgestaltungen durch den damaligen Stadtgartendirektor Joseph Pertl. Nach dem 2. Weltkrieg erlebte der Park weitere Veränderungen durch die Integration des Trümmerberges „Rixdorfer Höhe“, die Anlage eines Naturtheaters sowie eines Heide- und Rhododendrongartens in den ehemaligen Schießplatzwällen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden ein Rosengarten und eine Teichanlage hinzu gefügt. Bei einigen Entwicklungsschritten handelt es sich um gartenkünstlerische Gestaltungen, die – je nach Erhaltungszustand der ausgeführten Bestandteile – denkmalpflegerische Bedeutung haben könnten. Die detaillierte Analyse dieser Gestaltungsphasen steht im Zentrum dieser Arbeit, mit der ermittelt werden soll, ob der Volkspark Hasenheide als Gartendenkmal anzusehen ist und welche Folgen sich daraus für den künftigen Umgang ergeben.  

Bearbeiter: Andreas Luczynski

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