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TU Berlin

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Der Johannapark in Leipzig

Gestalterische und ökologische Aspekte der historischen Pflanzenverwendung

Eines der bedeutendsten Gartendenkmale Leipzigs ist der im 19. Jahrhundert nach Entwürfen von Peter Joseph Lenné angelegte Johannapark, der einen beliebten Aufenthaltsort in zentraler städtischer Lage darstellt. Entsprechend dem Geschmack der Zeit wurden viele exotische Gehölze verwendet wie z.B. die Kirsch-Pflaume (Prunus cerasifera) aus Asien oder die Rot-Eiche (Quercus rubra) aus Nordamerika. Auch die landschaftliche Gestaltung des Parks selbst, die malerische Anordnung und Gruppierung der Gehölze mit beginnender Integration architektonischer Elemente sind zeittypisch. Viele Anlagen dieser Zeit prägen mit ihrem teils historischen Gehölzbestand noch heute das Bild der Städte und leisten einen Beitrag zur Biodiversität. Neben positiven Aspekten der in den Anlagen verwendeten fremdländischen Pflanzen, u.a. in Form von Lebensräumen für speziell angepasste Arten, stellt sich auch die Frage nach den negativen Folgen, z.B. durch eine mögliche unkontrollierte Ausbreitung.
In der Arbeit sollen daher die gestalterischen und ökologischen Auswirkung der historischen Pflanzenverwendung für den Johannapark auf die heutige städtische Biodiversität hin untersucht und gegebenenfalls Handlungsansätze ermittelt werden. Hierzu wird nach einer Auseinandersetzung mit den ökologischen Grundlagen sowie der typischen Pflanzenverwendung im Stadtpark des 19. Jahrhunderts das ursprüngliche und aktuelle Gehölzsortiment sowie die gestalterische Konzeption des Johannaparks anhand historischer und aktueller Quellen sowie Kartierungen vor Ort analysiert. Die besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei u.a. auf die Herkunft, Etablierung und den gestalterischen Aufbau der Pflanzungen. Weiterhin werden ausgewählte fremdländische Arten des historischen Bestandes auf ihr Ausbreitungspotential innerhalb und im näheren Umfeld der Parkanlage untersucht. Die Ergebnisse werden denen anderer Parkanlagen dieser Epoche gegenübergestellt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Entwicklung des Pflanzenbestandes der Anlagen herauszuarbeiten, Potentiale und Gefahren, die von der historischen Pflanzenverwendung ausgehen, zu erkennen und Rückschlüsse für den Umgang mit dem historischen Gehölzbestand im städtischen Grün zu ziehen.

Bearbeiterin: Christiane Nohr

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