TU Berlin

Fachgebiet DenkmalpflegeDer Bremer Bürgerpark

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Der Bremer Bürgerpark

Gestalterische und ökologische Aspekte historischer Pflanzenverwendung

Der seit 1984 denkmalgeschützte Bremer Bürgerpark wurde Mitte des 19. Jhd. im Gemischten Stil angelegt. Dabei wurden landschaftliche Gestaltungsansätze mit architektonischen Strukturen in Verbindung gebracht, womit eine vielfältige und abwechslungsreiche Art der Pflanzenverwendung einher ging. Diese schloss auch vermehrt die Verwendung fremdländischer Arten ein, die man in Baumsammlungen, wie im Bürgerpark das Pinetum oder die Eichensammlung, präsentierte. Die Verwendung solcher Exoten war zum einen gestalterisch motiviert, zum anderen aber auch aus wissenschaftlichem Interesse und wegen des Seltenheitswertes beliebt. Noch heute ist der Bremer Bürgerpark durch seine Größe und innerstädtische Lage die wichtigste Grünanlage der Stadt. Gleichzeitig kommt ihm aufgrund großflächiger alter Baumbestände und ausgedehnter Wiesen- und Wasserflächen eine wichtige ökologische Rolle zu, da er vielen Arten und Lebensgemeinschaften im sonst eng besiedelten städtischen Raum wichtige Rückzugräume bietet.

In der Arbeit soll die Entwicklung des Gehölzbestandes seit der Entstehungszeit des Parks untersucht und dabei die Gehölzverwendung sowohl unter gestalterischen Gesichtspunkten, als auch hinsichtlich der ökologischen Wirkungen der Pflanzungen untersucht werden. In diesem Zusammenhang könnte die Exoten-Verwendung auch kritisch gesehen werden, da das Auswildern invasiver Arten negativen Einfluss auf die lokale Biodiversität haben kann. Es sind somit Gefahren und Potentiale im Umgang mit nichtheimischen Arten in der Pflanzenverwendung zu diskutieren. Folgende Fragen sollen beantwortet werden: Welche Art der Pflanzenverwendung ist typisch für diese Zeit? Welche Rolle kommt dabei heimischen bzw. nichtheimischen Arten zu? Wie wurden die Pflanzungen im Park aufgebaut? Was ist vielleicht „besonders“ am Bürgerpark? Wie hat sich das Pflanzensortiment im Laufe der Zeit entwickelt? Welche „Exoten“ konnten sich überhaupt in unseren Breiten etablieren? Wie groß ist der Anteil heimischer zu nichtheimischen Arten im aktuellen Bestand? Gibt es Arten, die sich im Park ausbreiten? Welche Rolle spielt die Umgebung des Parks?

Bearbeiterin: Anett Sedmihradsky

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