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TU Berlin

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Herzlich Willkommen im Fachgebiet Denkmalpflege

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Baudenkmale als kulturelle Ressource

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Brandenburger Tor
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Die Denkmalpflege als Institution hat den gesetzlich verankerten Auftrag, das bauliche Erbe in Stadt und Land zu schützen, zu erforschen, zu pflegen und für den gesellschaftlichen und individuellen Gebrauch in Gegenwart und Zukunft vorzuhalten. Sie organisiert die nachhaltige Bewirtschaftung dieses Erbes, das als kulturelle Ressource kostbar und durch nichts zu ersetzen ist. Der Auftrag kann indes nicht von den einschlägigen Fach- und Schutzämtern der Länder und Gemeinden allein erfüllt werden. Alle Berufsgruppen, die mit künstlerisch oder historisch geformten Bauwerken, baulichen Komplexen, Gärten und Landschaften umgehen, haben Teil an der Verantwortung für das Erbe, ganz gleich, ob sie planend, bauend, gestaltend oder verwaltend tätig sind. Sie sollten in ihrer Ausbildung auf diese Aufgabe vorbereitet werden. Daher ist Denkmalpflege als Lehrfach an der Universität wichtig und zwar nicht nur für Studierende, die vorhaben, selber Denkmalpfleger/innen zu werden. Die Grundgedanken, die Geschichte sowie die Instrumente und Methoden sind sowohl in der Theorie, in Vorlesungen und Seminaren, als auch in der Praxis, in engem Kontakt zu den Institutionen der Denkmalpflege, in Projekten und Kooperationen zu vermitteln.

Bestandspflege und Bedeutungsforschung

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Hufeisensiedlung in Berlin-Britz
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Grundlage, Ziel und Mittel denkmalpflegerischen Bemühens ist die Sorgfalt im Umgang mit der Substanz der Denkmale. Nur sie kann weiterhin im Hinblick auf neue, bisher nicht gestellte Fragen betrachtet werden. Ein Substitut, gesetzt, es wäre der Form nach identisch, kann das nicht, da es in seiner Materialität und Bearbeitung nur in die Zeit seiner eigenen Beschaffung zurückreicht. Insofern ist denkmalpflegerische Bestandspflege in erster Linie Substanzbewahrung. Welche Verfahren im Einzelnen angewendet werden können, ist ein ganz wesentlicher Inhalt der universitären Lehre im Fach Denkmalpflege, ganz gleich, welche Fachrichtung die Studierenden eingeschlagen haben.

Die Bedeutungsforschung setzt anders an: Ausgehend von der Überlegung, dass jedes Denkmal immer neu interpretiert und sozial angeeignet wird, nimmt sie die Geschichte der Interpretation der Denkmale in den Blick. Dazu gehört, dass auch die gegenwärtig vorgetragenen, möglicherweise divergierenden Interpretationen und ihre Zuordnung zu sozialen und politischen Akteuren durchleuchtet werden. Die Bedeutung wohnt den Denkmalen nicht a priori inne. Sie wird sozial konstruiert und zwar nicht notwendig im Konsens, sondern auch in der Kontroverse, innerhalb der jeweiligen Herrschafts- und Dominanzverhältnisse. Die identitätsbildende und -stärkende Kraft der Denkmale, der älteren wie der zeitgeschichtlichen, entfaltet sich in vielstimmigen, gelegentlich hitzigen Debatten. Dies macht die Bedeutungsforschung für die Lehre besonders ertragreich. Die Studierenden lernen, dass, bei aller Bindung an das Prinzip der Substanzerhaltung, Denkmale auch ihnen stets neu zu denken geben werden.

Städtebauliche Denkmalpflege, Gartendenkmalpflege, Schutz der historischen Kulturlandschaft

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Hasenheide
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Mit der Ansiedlung des Fachgebietes Denkmalpflege im Institut für Stadt- und Regionalplanung hat sich an der TU Berlin ein Schwerpunkt entwickelt, der an keiner anderen Universität im deutschsprachigen Raum besteht: Die Konzentration und Ausrichtung von Lehre und Forschung auf die städtebauliche Denkmalpflege. Das heißt, hier wird zwar auch von Einzelbauwerken in Details und Oberflächen gehandelt, der Schwerpunkt liegt aber auf der Betrachtung größerer städtebaulicher Einheiten und Anlagen. Damit ist klar, dass auch das methodische Instrumentarium der Analyse, der Wertbestimmung und der Erhaltung spezifisch und anders sein muss als das der Baudenkmalpflege im engeren Sinne.

Ebenso spezifisch ist die Analyse und der Umgang mit dem gärtnerischen und landschaftlichen Erbe. Die Gartendenkmalpflege, die einen wichtigen Bestandteil des Studiengangs Landschaftsplanung darstellt, befasst sich mit den angemessenen Methoden der Erfassung, Bewertung und Pflege von wachsenden – und vergehenden – Denkmalen. Dazu kommt die Betrachtung der historischen Kulturlandschaft, d. h. größerer Landschaftsräume, in denen Feldfluren, Kanalzüge, Wege- und Leitungssysteme und andere Spuren menschlicher Landschaftsaneignung und -formung mit den Zeugnissen dörflicher, urbaner und suburbaner Besiedlung sowie industrieller Nutzung gemeinsam untersucht werden.

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